Anzeige
Neue Therapie an der Ruhr-Uni Bochum: Digitale Avatare helfen Menschen mit Psychosen
© FUNKE Foto Services
Luftbild, Uni-Center Einkauf und Wohnen, an der RUB Ruhr-Universität Bochum, Querenburg, Bochum, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Teilen:

Neue Therapie an der Ruhr-Uni Bochum: Digitale Avatare helfen Menschen mit Psychosen

An der Ruhr-Universität Bochum wird eine innovative Therapieform erforscht, die Menschen mit Psychosen helfen soll. Mithilfe von Virtual Reality und digitalen Avataren lernen Betroffene, mit belastenden Stimmen besser umzugehen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.10.2025 07:15

Anzeige

Digitale Technologien in der Psychotherapie

Anzeige

Der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und digitale Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum bietet derzeit spezialisierte Behandlungsangebote für Menschen mit Psychosen an. Diese Patientengruppe ist in Deutschland bislang stark unterversorgt und leidet häufig unter sozialen Ängsten. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Einsatz digitaler Technologien wie Virtual Reality. Damit werden Alltagssituationen simuliert, in denen Patientinnen und Patienten lernen, selbstsicherer zu reagieren.

Anzeige

AVATAR-Therapie erstmals in Deutschland erforscht

Anzeige

Ein zentrales Projekt ist die sogenannte AVATAR-Therapie. Dabei wird gemeinsam mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten ein digitales Abbild – also ein Avatar – der belastenden Stimme erstellt, die viele Menschen mit Psychosen hören. In den Therapiesitzungen üben die Betroffenen, sich dieser Stimme aktiv entgegenzustellen und Kontrolle zurückzugewinnen. In Großbritannien wird die Methode bereits erfolgreich eingesetzt und in klinische Leitlinien aufgenommen. Erste Ergebnisse aus Bochum zeigen ebenfalls positive Rückmeldungen: Die Stimmen werden weniger bedrohlich erlebt, und die psychische Belastung nimmt ab.

Anzeige

Ziel: Mehr Versorgung und weniger Stigmatisierung

Anzeige

Das Forschungsteam möchte mit dem Angebot nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch auf die bislang unzureichende psychotherapeutische Versorgung aufmerksam machen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige