
Was soll in dem neuen Labor erforscht werden?
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr Universität Bochum sollen zusammen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der TU Dortmund neue und nachhaltigere Materialien schneller entwickeln. Diese Materialien sollen dann zum Beispiel für Solarenergie, Quantentechnologien oder klimafreundliche Verfahren genutzt werden können. Künstliche Intelligenz und moderne Lasertechnik sollen bei der Entwicklung helfen.
Die an der Ruhr-Universität Bochum entwickelten Vorhersagemodelle schlagen Materialien mit bestimmten Eigenschaften vor, diese werden synthetisiert und im Labor per Laserlicht umfassend charakterisiert – elektronisch, optisch, mechanisch und strukturell. Die Ergebnisse fließen als Trainingsdaten direkt in die KI-Modelle zurück. So werden wünschenswerte Materialeigenschaften identifiziert und zur gezielten Entwicklung neuer Materialien nutzbar gemacht, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei NRW.
„Im Ruhr Innovation Lab planen wir Forschungsinfrastrukturen gemeinsam und kombinieren hier die Stärken beider Universitäten im Bereich der Materialwissenschaften, um neuartige Materialien schneller aus der Grundlagenforschung in die Anwendung zu bringen. Für digitale Technologien benötigt unsere Gesellschaft beispielsweise neue Halbleiter aus Rohstoffen, die auf dem Weltmarkt langfristig gut verfügbar sind.“, sagt Prof. Dr. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum.
Das Ruhr Innovation Lab versteht sich als universitätsübergreifender Experimentierraum für Spitzenforschung in den Feldern Chemie, Physik, Cybersicherheit und Materialwissenschaften. Forschungserkenntnisse aus dem Labor sollen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.
Wo soll das neue Labor stehen?
Das Gebäude selbst wird auf dem Campus der TU Dortmund stehen. Auf rund 1.200 Quadratmetern sollen zehn spezialisierte Einzellabore unter einem Dach zusammen kommen. So sollen verschiedene Materialklassen ohne Ortswechsel und Zeitverlust untersucht werden können. 2031 soll das neue Labor fertig sein.
Von den rund 49,6 Millionen Euro stammen 45 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Insgesamt stehen aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur 2,3 Milliarden Euro für die Bereiche Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschung zur Verfügung.