
Wie geht es mit dem Platz in Bochum-Wattenscheid weiter?
Nach dem neuen Beschluss sollen die Pavillons auf dem August-Bebel-Platz verschwinden. Der Parkplatz bleibt dagegen erstmal erhalten. Autos sollen weiter über den Platz fahren dürfen, allerdings nur noch mit maximal Tempo 20. Außerdem soll der Platz weiter aufgewertet werden. Geplant beziehungsweise gefordert sind unter anderem weitere Wasserelemente, mehr Bäume, hochwertigeres Pflaster und eine öffentliche Toilette.
Viele Wünsche aus Wattenscheid werden aufgenommen
Mit dem Beschluss werden viele Wünsche aus der Bezirksvertretung Wattenscheid aufgenommen. Dort hatte es zuletzt deutlichen Widerstand gegen die autofreien Pläne der Verwaltung gegeben. Der neue Vorschlag kam vor allem durch einen Antrag der CDU ins Rollen. Darin wurden mehrere Forderungen aus Wattenscheid aufgegriffen - vor allem die weitere Befahrbarkeit des Platzes. Auch die SPD hat nach längeren Diskussionen für Autos auf dem August-Bebel-Platz gestimmt. Weil auch mehrere kleinere Parteien den Vorschlag unterstützt haben, haben am Ende auch die Grünen im Ausschuss zugestimmt.
Fördermittel bleiben Unsicherheitsfaktor
Ganz endgültig ist die Lösung aber noch nicht. Die Befahrbarkeit für Autos steht unter dem Vorbehalt, dass der Umbau weiter förderfähig bleibt. Die Fördermittel waren in der Debatte lange ein zentraler Knackpunkt. Ein Teil der bereits in Aussicht stehenden Förderung dürfte wohl erhalten bleiben. Andere Fördermittel könnten aber wegfallen, wenn der Platz weiter von Autos befahren wird. Dabei kann es um mehrere Millionen Euro gehen. Insgesamt soll der Umbau des August-Bebel-Platzes rund 19 Millionen Euro kosten.
Autofreie Pläne sind vom Tisch
Die Diskussion um den August-Bebel-Platz läuft schon seit Jahren. Besonders umstritten war zuletzt die Frage, ob der Platz künftig autofrei werden soll oder nicht. Mit dem Beschluss im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss ist die politische Richtung jetzt klar: Der August-Bebel-Platz soll umgebaut werden - aber mit Autoverkehr.