
Prozessbeginn um Feuerzeugwurf bei VfL Bochum - Spiel
Am Amtsgericht Tiergarten in Berlin beginnt am Dienstag (8.6.) der Prozess um den Feuerzeugwurf auf Ex-VfL Bochum-Torhüter Patrick Drewes. Dem Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 17:21
Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung
Die Fans des VfL Bochum werden den 14. Dezember 2024 noch in Erinnerung haben. In der Nachspielzeit des Auswärtsspiels bei Union Berlin war der damalige VfL-Torwart Patrick Drewes zu Boden gegangen. Er war von einem Feuerzeug aus dem Union-Block getroffen worden. Ab Dienstag (8.6.) beschäftigt sich das Amtsgericht Tiergarten in Berlin mit dem Vorfall. Laut Anklage soll Drewes damals eine oberflächliche Schädelprellung davongetragen haben. Dem angeklagten Union-Fan wird nun gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Außerdem soll er bei der Tat alkoholisiert gewesen sein.
Fall sportgerichtlich schon aufgearbeitet
Sportgerichtlich ist der Vorfall längst aufgearbeitet. Der VfL hatte das Spiel damals nur unter Protest zu Ende gespielt und nachträglich Einspruch eingelegt. Dem hatte das Sportgericht in erster Instanz stattgegeben. Daraufhin hatte wiederum Union Berlin Einspruch eingelegt, der sich bis in die höchste sportliche Instanz, das Ständige Schiedsgericht, zog. Doch auch die zugesprochenen drei Punkte hatten den VfL Bochum am Saisonende nicht vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahrt.