
Wegegebot soll Natur und Tiere in Bochum schützen
Mitten im Naturschutzgebiet Ruhraue in Stiepel ist der einzige Ranger von Bochum zu Hause: Jörg Große Munkenbeck. Hauptberuflich ist er Landwirt, seine Arbeit als Ranger übernimmt er ehrenamtlich. Seine Aufgabe sieht er vor allem darin, zwischen Natur und Menschen zu vermitteln. Besonders wichtig ist im Naturschutzgebiet das sogenannte Wegegebot. Besucherinnen und Besucher sollen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen. Trotzdem entstehen dort immer wieder Trampelpfade. Nach Einschätzung von Große Munkenbeck passiert das oft aus Unwissenheit oder weil Menschen mit ihren Hunden Abkürzungen nehmen.
Trampelpfade können Tiere gefährden
Das Verlassen der Wege kann der Natur schaden und Tiere gefährden. Der Ranger weist darauf hin, dass Menschen über ihre Schuhe Pilzerkrankungen in empfindliche Gebiete tragen können. Dadurch könnten zum Beispiel Feuersalamander bedroht werden. Auch Hunde könnten solche Erreger weiterverbreiten. Wer mehr über die Ruhraue und die Arbeit des Rangers erfahren möchte, kann in einer Woche an einer Führung teilnehmen. Sie findet am 31. Juli zum Internationalen Ranger-Tag statt. Los geht es um 9 Uhr am Schleusenwärterhaus an der Brockhauser Straße 151c in Stiepel. Die Führung dauert ca. 2 Stunden.