
Regenbogenflagge wird wieder in Bochum gehisst
Als Zeichen für Vielfalt, Menschenrechte und Demokratie wird am Freitag (15.05. 2026) am Bochumer Rathaus wieder die Regenbogenfahne gehisst. Die Stadt hisst die Flagge gemeinsam mit dem Verein Rosa Strippe schon seit vielen Jahren immer rund um den 17. Mai.
Veröffentlicht: Freitag, 15.05.2026 05:35
Diskriminierung von queeren Menschen in Bochum und weltweit
Der 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo‑, Bi‑, Inter*- und Transfeindlichkeit. Am 17. Mai 1990 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entschieden, Homosexualität nicht mehr als Krankheit einzustufen. Immer noch würden queere Menschen weltweit diskriminiert, ausgegrenzt und erleben Gewalt. Besonders trans*Menschen seien häufig Ziel von Gewalt, so die Rosa Strippe. Die Zahl queerfeindlicher Übergriffe sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Es werde auch immer schwieriger, queeres Leben im öffentlichen Raum zu zeigen. Im vergangenen Jahr konnten viele Christopher Street Days in Deutschland nicht ohne Störungen oder Übergriffe stattfinden, häufig verursacht durch rechtsextreme Gruppierungen. Neben der Situation auf der Straße habe sich auch das gesellschaftliche und politische Klima verschärft, Errungenschaften wie das Selbstbestimmungsgesetz gerieten zunehmend unter Druck. Gleichzeitig würden laut Rosa Strippe Fördermittel für queere und demokratiefördernde Projekte gekürzt oder gestrichen. Diese besorgniserregende Lage beschränke sich nicht auf Deutschland. Weltweit würden queere Menschen systematisch verfolgt. In über 60 Staaten sei gleichgeschlechtliche Sexualität strafbar, in mehreren Ländern drohten dafür lange Haftstrafen oder sogar die Todesstrafe, so Rosa Strippe e.V.