Anzeige
76. Berlinale - Preisverleihung
© Christoph Soeder/dpa
Das Team des Films «Chronicles From the Siege».
Teilen:

Berlinale: Regisseur nutzt Rede für Statement zu Gaza

In seinem Film versuchen Menschen, eine Besatzung zu überleben: Regisseur Abdallah Alkhatib bekommt eine Auszeichnung bei der Berlinale und nutzt die Bühne für ein politisches Statement.

Veröffentlicht: Samstag, 21.02.2026 18:33

Anzeige

Kultur

Anzeige

Berlin (dpa) - Bei der Preisverleihung der Berlinale hat der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib seine Dankesrede für ein politisches Statement genutzt. Sein Film «Chronicles From the Siege» erzählt davon, wie Menschen versuchen, eine Besatzung zu überleben, und wurde als bestes Spielfilmdebüt ausgezeichnet.

Er warf der deutschen Regierung vor, sie sei Partner «des Völkermords im Gazastreifen». Israel streitet ab, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen - das ist auch die Position der deutschen Regierung - und spricht von Selbstverteidigung nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023.

Alkhatib, der eine palästinensische Flagge mit auf die Bühne brachte, sagte, eines Tages werde es ein wunderbares Filmfestival in Gaza geben. «Wir werden uns an jeden erinnern, der an unserer Seite stand, und wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war», sagte er. «Ein freies Palästina von jetzt bis ans Ende der Welt.» Im Saal waren Applaus und auch Zwischenrufe zu hören.

Zuvor hatte bereits die libanesische Filmemacherin Marie-Rose Osta, die den Goldenen Bär für den besten Kurzfilm gewann, auf der Bühne die israelische Kriegsführung kritisiert. Moderatorin Désirée Nosbusch sagte anschließend: «Und ich bin mir sicher, dass unsere Herzen bei all den Menschen sind, die leiden, sei es durch Kriege oder durch Terrorismus.»

Anzeige
© dpa-infocom, dpa:260221-930-716052/3
Anzeige
Anzeige
Anzeige