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Ruhr-Uni Bochum: Neue Methode könnte Tumore auch ohne Sauerstoff bekämpfen
© Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services
Weiße, blaue und grüne Fahnen mit dem Logo der Ruhr-Universität Bochum / RUB wehen am Donnerstag, 26. März 2020 auf dem Forumsplatz der Uni in Bochum. Wegen der Corona-Krise ist die Universität geschlossen.
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Ruhr-Uni Bochum: Neue Methode könnte Tumore auch ohne Sauerstoff bekämpfen

Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben einen möglichen Fortschritt in der Krebsbehandlung erzielt. Eine weiterentwickelte Form der sogenannten photodynamischen Therapie soll künftig auch dort wirken, wo bisherige Verfahren an ihre Grenzen stoßen - nämlich in sauerstoffarmen Tumoren.

Veröffentlicht: Mittwoch, 08.04.2026 09:54

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Problem: Therapie braucht normalerweise Sauerstoff

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Die photodynamische Therapie wird bereits in der Krebsbehandlung eingesetzt. Dabei wird eine zunächst inaktive Substanz im Körper durch Licht aktiviert. Anschließend entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, die Krebszellen gezielt zerstören. Das Problem: Viele Tumore wachsen so schnell, dass sie schlecht mit Sauerstoff versorgt sind. Genau dort funktioniert die Therapie bislang nur eingeschränkt.

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Neuer Mechanismus greift ohne Sauerstoff

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Das Team um den Bochumer Chemiker Johannes Karges hat nun einen alternativen Wirkmechanismus entwickelt. Statt auf Sauerstoff setzt die Methode auf Wasserstoffperoxid, ein Stoff, der natürlicherweise in Zellen vorkommt. Wird der Wirkstoff durch Licht aktiviert, kann er bei Sauerstoffmangel eine andere Reaktion auslösen. Dabei entstehen hochreaktive Moleküle, die die Krebszellen ebenfalls schädigen und abtöten.

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Erste Tests erfolgreich

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In ersten Versuchen konnte das Verfahren bereits an Brustkrebszellen getestet werden. Die Ergebnisse wurden Anfang April in einem Fachjournal veröffentlicht. Nach Angaben der Forschenden könnte die Methode grundsätzlich bei verschiedenen Tumorarten eingesetzt werden. Bis zur Anwendung in der Praxis wird es allerdings noch dauern. Die Forschung befindet sich noch im Entwicklungsstadium. Ziel ist es, die Methode weiter zu testen und langfristig für den Einsatz beim Menschen vorzubereiten.

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