
Bochum liegt über dem NRW-Durchschnitt
Die Schulden der Stadt Bochum sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Ende 2025 lag die Pro-Kopf-Verschuldung im Kernhaushalt bei rund 6.138 Euro. Das sind 577 Euro mehr als noch ein Jahr vorher. Insgesamt entspricht das einem Anstieg von 10,4 Prozent.
Damit liegt Bochum deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. In ganz NRW lag die kommunale Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2025 bei rund 3.561 Euro. Die Schulden der Kommunen in NRW sind insgesamt auf rund 64,1 Milliarden Euro gestiegen. Das ist ein Plus von 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen stammen vom Statistischen Landesamt IT.NRW.
Mehr Schulden für laufende Kosten und Investitionen
Gestiegen sind in NRW sowohl die kurzfristigen Liquiditätskredite als auch die Investitionskredite. Liquiditätskredite nutzen Städte, um laufende Engpässe im Haushalt zu überbrücken. Investitionskredite werden dagegen zum Beispiel für Gebäude, Straßen oder andere Infrastruktur aufgenommen.
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die hohe Verschuldung vor allem: Der finanzielle Spielraum der Stadt bleibt eng. Wenn mehr Geld für laufende Kosten, Pflichtaufgaben und Schulden gebraucht wird, bleibt weniger für neue Projekte oder schnelle Verbesserungen im Alltag.
Bochums Kämmerin macht in Berlin Druck
Auf diese schwierige Lage will Bochum jetzt auch in Berlin aufmerksam machen. Bochums Kämmerin Eva-Maria Hubbert vertritt die Stadt beim Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“.
Mehrere Kommunen machen dort gemeinsam Druck für mehr Unterstützung von Bund und Land. Mit Feuerwehr- und Müllwagen wollen sie zeigen, wo das Geld im Alltag fehlen könnte, wenn sich die Finanzlage der Städte nicht verbessert.