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Schuss auf 12-Jährige in Bochum: Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Ermittlungsbehörden
© Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services
Das Haus in der Reichsstraße am Montag, dem 17. November 2025 in dem ein Mädchen mutmaßlich bei einem Polizeieinsatz lebensgefährlich verletzt wurde. Bochum. Bei einem Polizeieinsatz in Bochum ist ein Mädchen (12) in der Nacht angeschossen und schwer verletzt worden. In einer Wohnung an der Reichsstraße in Bochum-Hamme ist bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zu Montag ein zwölfjähriges Mädchen angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden.
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Schuss auf 12-Jährige in Bochum: Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Ermittlungsbehörden

Eine Woche nach dem Polizeieinsatz in Bochum-Hamme, bei dem eine 12-Jährige angeschossen wurde, hat der Anwalt des Mädchens deutliche Kritik an der Arbeit der Ermittlungsbehörden geäußert.

Veröffentlicht: Mittwoch, 26.11.2025 14:03

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Kritik an Formulierungen zum Gesundheitszustand

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Der Anwalt erklärt, er vermute, dass die Polizei den Gesundheitszustand des Mädchens teilweise lediglich auf Grundlage eigener Informationen eingeschätzt habe. Die öffentlich kommunizierte Formulierung „kritisch, aber stabil“ sei aus seiner Sicht nicht angemessen gewesen, da das Mädchen zum Zeitpunkt der Aussagen „um ihr Leben gekämpft“ habe. Dies lasse nach seiner Auffassung Zweifel an der Neutralität der ermittelnden Behörden entstehen.

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Zweifel am polizeilichen Tathergang

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Zudem kritisiert der Jurist, dass nach seiner Kenntnis bislang weder die Familienmitglieder noch das Mädchen selbst von den Ermittlern vernommen worden seien. Angehörige, die er bereits befragt habe, schilderten den Ablauf des Einsatzes demnach „deutlich anders“ als es die Polizei bislang darstellt.

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Polizei verteidigt Vorgehen

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Die Polizei Essen, die in dem Fall die Ermittlungen führt, weist die Vorwürfe zurück. Auf Radio-Bochum-Nachfrage erklärt eine Sprecherin, alle Angaben zum Gesundheitszustand stammten direkt vom zuständigen Krankenhaus, einschließlich der Formulierung „kritisch, aber stabil“. Die Ermittlungen zu dem Einsatz, bei dem das gehörlose Mädchen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit zwei Messern auf die Beamten zugegangen sein soll, dauern weiterhin an. Das Kind befindet sich weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung.

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