
Schutz vor Gewalt für Ärzte und Praxisteams in Bochum
Ein Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums soll Ärzte und Praxisteams besser vor Gewalt schützen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die auch für Bochum zuständig ist, fordert härtere Strafen und respektvollen Umgang.
Veröffentlicht: Samstag, 17.01.2026 06:46
Strafen von bis zu fünf Jahren
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die auch für Bochum zuständig ist, begrüßt den neuen Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums, der niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal besser vor Gewalt schützen soll. Der Entwurf sieht vor, dass diese Berufsgruppen künftig unter den Schutz von Einsatz- und Rettungskräften fallen. Bei tätlichen Angriffen drohen dann Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
KWVL: "Generelle Zunahme von Gewalt und Respektlosigkeit in der Gesellschaft."
Die KVWL sieht eine generelle Zunahme von Gewalt und Respektlosigkeit in der Gesellschaft, die vor den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten nicht halt machen würde. Eine Umfrage der KVWL aus dem Jahr 2024 habe gezeigt, dass ein Viertel der befragten Ärztinnen und Ärzte aufgrund von Gewalt bereits über eine Praxisschließung nachgedacht habe. Zudem fänden fast 20 Prozent der Praxen aufgrund von Gewalterfahrungen nicht genügend Personal.