
Bochumer an Gaza-Hilfsflotte beteiligt
Der Bochumer Aktivist Johannes Happel hat sich der „Global Sumud Flotilla“ angeschlossen. Die Flottille wollte Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen und gleichzeitig auf die aus Sicht der Organisatoren katastrophale humanitäre Lage aufmerksam machen. Ziel war es außerdem, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums wurde die aus mehr als 50 Booten bestehende Gaza-Hilfsflotte Anfang der Woche in internationalen Gewässern bei Zypern gestoppt. Rund 430 Aktivistinnen und Aktivisten sollen beteiligt gewesen sein. Israel erklärte, man dulde keinen Verstoß gegen die Seeblockade des Gazastreifens und bezeichnete diese als rechtmäßig. Über den Zustand des Bochumers ist derweil nichts bekannt.
Nationale und internationale Kritik am Vorgehen Israels
Die israelische Menschenrechtsorganisation Adalah wirft den Sicherheitsbehörden Folter, Demütigung und unrechtmäßige Haft friedlicher Aktivistinnen und Aktivisten vor. Auch ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir hatte international scharfe Kritik ausgelöst. Darin waren festgenommene Aktivisten in demütigender Weise zu sehen. Mehrere Staaten und Institutionen haben das Vorgehen Israels kritisiert. Unter anderem aus Italien, Polen, Großbritannien, der EU und auch aus den USA gab es deutliche Reaktionen. Die Rechtmäßigkeit der Seeblockade des Gazastreifens ist international weiter umstritten.