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Streit um Konzert im Kunstmuseum Bochum
© Radio Bochum
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Streit um Konzert im Kunstmuseum Bochum

Das Netzwerk „Stadt für Alle“ kritisiert die Absage eines Vonovia-kritischen Konzerts im Kunstmuseum. Die Stadt Bochum verweist auf rechtliche Risiken, hält eine veränderte Form der Veranstaltung aber weiterhin für möglich.

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Stadt Bochum lehnt Vertrag ab

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Das für Freitag (7. August) geplante Konzert des Orchesterprojekts Lebenslaute kann nicht wie vorgesehen im Kunstmuseum Bochum stattfinden. Nach Angaben der Stadt kam kein Vertrag mit dem veranstaltenden Verein zustande. Grund dafür sei der konkrete Unternehmensname im Titel in Verbindung mit bestimmten Meinungsäußerungen und Tatsachenbehauptungen. Dabei könne laut Stadt nicht ausgeschlossen werden, dass Straftatbestände wie Verleumdung oder üble Nachrede erfüllt werden. Eine sachliche Auseinandersetzung mit Wohnungsnot und dem Vorgehen von Akteuren auf dem Wohnungsmarkt sei dagegen grundsätzlich möglich, teilte ein Stadtsprecher auf Nachfrage mit. Vergleichbare politische Diskussionen hätten im Kunstmuseum bereits stattgefunden. Die Stadt sei weiterhin gesprächsbereit, sodass das Konzert möglicherweise in abgewandelter Form stattfinden könne.

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„Stadt für Alle“ kritisiert Absage

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Das Bochumer Netzwerk „Stadt für Alle“ wirft der Stadt vor, die Kunst- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Es sei die Aufgabe der Stadt und ihrer Kultureinrichtungen, gesellschaftliche Debatten zu schützen und zu ermöglichen, erklärt Rainer Midlaszewski von dem Netzwerk. Als widersprüchlich bezeichnet die Initiative, dass im Kunstmuseum zuvor der Unternehmensname beim „Vonovia Award für Fotografie“ verwendet worden sei. Dass Vonovia einerseits Raum für eine Veranstaltung bekomme, andererseits aber vor Kritik geschützt werde, sei aus Sicht des Netzwerks nicht nachvollziehbar.

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Konzert zu Wohnungsnot und Verdrängung geplant

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Unter dem Titel „Viva la musica – enteignet Vonovia!“ wollte das Orchesterprojekt Lebenslaute klassische Musik mit Redebeiträgen verbinden. Inhaltlich sollte es unter anderem um Wohnungsnot, Verdrängung und das Geschäftsmodell großer Immobilienkonzerne gehen. Das Kunstmuseum hatte die Veranstaltung zunächst bestätigt und auf seiner Website angekündigt. Die spätere Absage wertet „Stadt für Alle“ als Zeichen für eine aus Sicht des Netzwerks fehlende Distanz der Stadtverantwortlichen zum Bochumer Wohnungskonzern Vonovia. Anders als zunächst dargestellt, handelt es sich bei „Viva la musica – enteignet Vonovia!“ nicht um den Bestandteil einer Aktionswoche. Es ist der Name der Aktion des Orchesterprojekts Lebenslaute.

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Musikalische Ersatzkundgebung angekündigt

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Das Netzwerk weist die rechtlichen Bedenken zurück. Künstlerische Kritik, Zuspitzung und Polemik seien vom Grundgesetz geschützt, argumentiert Midlaszewski. „Stadt für Alle“ ruft deshalb dazu auf, sich an einer musikalischen Ersatzkundgebung zu beteiligen.

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