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Studie sieht zu viel Bürokratie in Bochumer Sozialeinrichtungen
© Reto Klar / FUNKE Foto Services
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Studie sieht zu viel Bürokratie in Bochumer Sozialeinrichtungen

Soziale Einrichtungen in Bochum leiden laut einer RUB-Studie unter zu viel Bürokratie. Viele Träger müssen erhebliche personelle Ressourcen für Verwaltung statt für soziale Arbeit einsetzen.

Veröffentlicht: Montag, 13.07.2026 03:55

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Studie zeigt hohe Belastung durch Verwaltung

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Eine von der Brost-Stiftung geförderte Studie der Ruhr-Universität Bochum sieht eine massive Bürokratiebelastung in sozialen Einrichtungen in Bochum. Grundlage ist eine Befragung von Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege. Dazu gehören unter anderem Verbände der AWO, der Caritas, des Deutschen Roten Kreuzes, der Diakonie und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

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Viele Ressourcen fehlen in der Praxis

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Nach der Erhebung müssen 82,4 Prozent der Einrichtungen erhebliche personelle Ressourcen für Verwaltungsaufgaben aufwenden. Dazu zählen unter anderem Anträge, Dokumentation und Abrechnungen. In der Praxis würde dieses Personal dann direkt in der sozialen Arbeit fehlen. Außerdem zeigt die Studie, dass in zwei Dritteln der Projekte die entstehenden Kosten nicht vollständig durch die Kostenträger gedeckt werden. Vor allem Verwaltungs- und Overheadkosten seien häufig nicht ausreichend finanziert. Hinzu kommen laut Studie Probleme durch unpassende Bewilligungszeiträume und fehlende Planungssicherheit.

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Mehr Pauschalen statt Einzelabrechnungen gefordert

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Die Studie nennt auch konkrete Vorschläge zum Abbau von Bürokratie. Dazu gehören mehr Pauschalen statt aufwändiger Einzelabrechnungen, weniger Doppelprüfungen, mehr pragmatische Spielräume in der Förderpraxis und eine stärkere institutionelle Förderung. Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege fordert Bund, Land und Kommune auf, die Ergebnisse ernst zu nehmen und Reformen einzuleiten.

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