
Supermarktkette in Bochum bietet Parkplätze für die Nacht
Bei ausgewählten Filialen bietet Aldi jetzt Nachts gebührenpflichtiges Parken an. Das Angebot "Feierabendparken" gilt jeden Abend, ab 18:30, bis 8:00 Uhr am nächsten Morgen. Sollte der Service gut ankommen, könnten weitere Filialen nachziehen.
Veröffentlicht: Freitag, 20.03.2026 16:15
Projekt "Feierabendparken" startet
Die Bochumer Aldi-Nord-Filialen an der Hattinger Straße, der Unterstraße und der Hansastraße bieten ab jetzt das sogenannte "Feierabendparken" an. Das Konzept: für 2€ die Nacht, 8€ die Woche und 20€ den Monat können sich Anwohner einen Supermarktparkplatz für die Nacht buchen.
Anwohner finden die Idee gut, den Preis aber teuer
"Das finde ich ganz gut - warum sollten die Parkplätze hier über Nacht leer stehen?, fragt sich Heitraud aus Linden. Sie ist nicht die Einzige - Klaus aus Weitmar sagt es deutlich: "Ich find' das ätzend, dass hier riesige Parkflächen leerstehen".
Manche Anwohner finden aber den Preis zu hoch. "Warum soll ich dafür Geld zahlen, wenn die hier einfach frei stehen", findet Ralf aus Linden.
Aldi rechtfertigt sich
Sie wollen ein "kontrolliertes Parken" anbieten, ein "wertiges Parken", sagt Claus Martin, der verantwortliche Projektleiter bei Aldi-Nord. Es soll gegen die wachsende Schwierigkeit angehen, Abends in den jeweiligen Wohngebieten einen Parkplatz nach Feierabend zu finden. Deshalb gilt das Angebot immer zwischen 18:30 Uhr und 8 Uhr morgens.
So funktioniert das Parken
Wollen Anwohner einen Parkplatz für die Nacht buchen, müssen sie ihr Kennzeichen in die extra dafür vorgesehenen APCOA-App eingeben und den gewünschten Tarif buchen und bezahlen. Den Vorgang findet man auch über einen QR Code auf den jeweiligen Parkplätzen. In der Schranke ist dann eine Kamera montiert, die das Kennzeichen scannt und die Autos Abends auf den Parkplatz lässt. Die Bedingung: am nächsten Morgen müssen die Anwohner die Plätze wieder frei machen, für die Tageskunden.
Bei Erfolg könnten mehr Filialen nachziehen
Erstmal gilt das Serviceangebot nur für je 10 Plätze pro obengenannter Filiale. Sollte es aber gut bei den Anwohnern ankommen und auch die Kunden nicht stören, könnten mehr Filialen nachziehen, sagt Claus Martin.