Tierärztin Dr. Mertens geht in die sechste Staffel

"Tierärztin Dr. Mertens"
© Jan Woitas (dpa)

Familienserie

Berlin (dpa) – Eigentlich hat sich die Leipziger Zoo-Tierärztin Dr. Susanne Mertens (Elisabeth Lanz, «Rote Rosen») auf den Jakobsweg begeben wollen.

«Nur ich allein und mein Weg vor mir», träumt die beruflich erfolgreiche Frau und Mutter von einer spirituellen Pilgerreise. Nachdem ihr Partner Christoph (Sven Martinek, «Phantomschmerz») sie verlassen hat, möchte sie wieder zu sich selbst finden. Doch natürlich kommt es anders als geplant.

Es beginnt damit, dass tote Vögel auf die Stadt und den Zoo fallen. Und schließlich wird Dr. Mertens nach dem Rücktritt von Zoodirektor Blum sogar übergangsweise dessen Nachfolgerin. Allerdings nur, bis Dr. Amal Bekele (Dennenesch Zoudé, «Die Inselärztin») eine ausgesprochene Karrierefrau, als ihre nicht immer einfache Chefin den Posten übernimmt.

Es ist also einiges zu erwarten für die 13 Folgen der sechsten Staffel der beliebten ARD-Familienserie «Tierärztin Dr. Mertens» (Regie: Thomas Durchschlag, Heidi Kranz und Dennis Satin). Die erste ist am Dienstag, 10. September, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Wie üblich bieten die Sendungen einen unterhaltsamen Mix aus oft lehrreichen Tiergeschichten und menschlichen Problemen. Die dann selbstverständlich von der patenten Titelfigur samt ihrem Umfeld gelöst werden.

Die Hauptrolle, die Lanz 2006 übernommen hat, macht ihr noch immer Spaß, wie sie der Deutschen Presse-Agentur erklärte: «Immer wieder bekomme ich positive Reaktionen gerade von jungen Frauen, die in mir eine Wegbegleiterin sehen», sagte die 48-jährige Schauspielerin, «das allein ist schon was Schönes. Da geht es dann nicht nur um mich, sondern auch um die Menschen, bei denen wir gedanklich etwas auslösen.»

Die Dreharbeiten seien anstrengend gewesen, weil sie fast in jeder Szene mitwirke, sagte die Schauspielerin - «es ist unglaublich kräfteraubend, das zu stemmen.» In den langen Pausen zwischen den Staffeln – die fünfte lief 2016 – schaffe sie es allerdings mit ihren Theater- und Filmrollen, Lesungen und Hörbüchern eine Art Balance herzustellen, sagte die in Österreich geborene und mit ihrer Familie bei München lebende Schauspielerin.

Die neue Zoochefin Bekele ist eine selbstbewusste Frau mit klaren Positionen. «Hier zeigen wir erstmals eine Serienfigur, die sich bewusst für Karriere und gegen Ehe und Familie entschieden hat. Und die sich dafür nicht rechtfertigen muss», erläuterte die Produzentin Susanne Wolfram von Saxonia Media.

Dennenesch Zoudé, die Darstellerin der neuen Zoochefin, sieht das positiv: «Beide Frauen in Spitzenpositionen – was unsere gesellschaftliche Situation durchaus widerspiegelt. Ich freue mich, hier die Antagonistin zu spielen», sagte sie. Ihre Amal Bekele sei sehr zielgerichtet und ehrgeizig, meint die 52-Jährige, «als Diplomatentochter agiert sie wie eine Schachspielerin und geht in allem sehr strategisch vor.»

Zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe hat sich die in Äthiopien geborene und in Berlin lebende Zoudé mehrfach mit dem Leipziger Zoodirektor Jörg Junhold getroffen. Und in der Savannenlandschaft dort zum Beispiel den Schwarzen Panther beobachtet: «Ich studiere gern Tiere und deren Bewegungen für meine Rollenarbeit.»

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