
Insektenstiche können lebensgefährlich sein
Insektenstiche sind meist harmlos - können aber auch gefährlich werden. Problematisch wird es vor allem bei allergischen Reaktionen oder bei Stichen im Mund- und Rachenraum. Dann kann es zu Atemnot, Kreislaufproblemen oder sogar einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest mussten im vergangenen Jahr allein in Bochum 251 AOK-Versicherte wegen Insektenstichen ambulant behandelt werden.
Schnelle Reaktion wichtig
Die Bochumer Apothekerschaft rät deshalb: Die Einstichstellen sofort kühlen, um die Schmerzen zu lindern und das Gift daran zu hindern, sich weiter auszubreiten. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen hilft ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke. Bei starken Beschwerden oder Atemnot sollte umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Denn: allein in Deutschland sterben jährlich durchschnittlich 200 Menschen an einer anaphylaktischen Reaktion. Es wird von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, da die Ursache Insektenstich nicht immer erkannt wird, so die AOK.
Stiche im Mundraum
Besonders gefährlich sind Wespen- aber auch Bienenstiche im Mund- und Rachenraum. In einem solchen Fall sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden oder bei zunehmender Atemnot den Notruf 112 wählen. Wenn möglich, sofort innerlich und äußerlich kühlen: Dazu eignen sich kalte Umschläge oder ein in ein Handtuch eingewickelter Kühlbeutel mit Eiswürfeln. Um eine Schwellung zu verhindern, hilft es, Eiswürfel zu lutschen, so die AOK.