
Über 400 Gäste beim Europafest in Wattenscheid
Politikprominenz unter dem Förderturm: Beim Europafest von CDU-Europaabgeordnetem Dennis Radtke ging es um die Zukunft Europas. Zu Gast waren unter anderem NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger.
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Europa und die Zukunft des Ruhrgebiets
Mehr als 400 Gäste sind am Freitagabend zum Europafest von Dennis Radtke nach Wattenscheid gekommen. Unter dem Förderturm der ehemaligen Zeche Holland wurde über Europas Zukunft diskutiert. Im Mittelpunkt stand ein Gespräch zwischen Radtke und dem früheren EU-Kommissar Günther Oettinger. Dabei ging es unter anderem um die wirtschaftliche Stärke Europas, sozialen Zusammenhalt und die Rolle der EU in einer zunehmend unsicheren Welt. Radtke sagte: „Europa darf nicht nur auf Krisen reagieren. Wir müssen wieder stärker selbst bestimmen, wohin die Reise geht.“
75 Jahre nach dem Start der europäischen Einigung
In diesem Jahr hatte die Veranstaltung einen besonderen historischen Bezug: Vor 75 Jahren wurde mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl der Grundstein für die heutige EU gelegt. Kohle und Stahl, damals wichtige Rohstoffe für Industrie und Rüstung, sollten von ehemaligen Kriegsgegnern gemeinsam kontrolliert werden. Daraus entwickelte sich eines der wichtigsten europäischen Friedensprojekte. Radtke sieht darin auch heute noch eine wichtige Botschaft. Frieden und Zusammenarbeit seien in Europa keine Selbstverständlichkeit. Das Europafest soll deshalb nicht nur politische Debatten ermöglichen, sondern auch Menschen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen.