
Überfall auf der Kortumstraße in Bochum: Prozess wird neu verhandelt
Nach einer teilweise erfolgreichen Revision wird ein Verfahren um einen Überfall auf der Bochumer Kortumstraße seit dieser Woche noch einmal vor dem Landgericht verhandelt. Obwohl der Bundesgerichtshof das Urteil nur in Teilen beanstandet hat, muss der Fall neu aufgerollt werden.
Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.2026 11:20
BGH hebt Urteil teilweise auf
Das Landgericht Bochum hatte den Angeklagten unter anderem wegen eines Raubes im Oktober 2024 zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach den Feststellungen des Gerichts soll er gemeinsam mit seiner Freundin und einem Komplizen drei Menschen angegriffen haben. Einem Opfer soll er mit einem Messer in den Rücken gestochen und anschließend dessen Bauchtasche weggenommen haben.
Juristische Prüfung führt zu neuem Verfahren
Warum der Fall jetzt erneut verhandelt wird, liegt an der rechtlichen Bewertung der Tat. Nach Einschätzung des Bundesgerichtshofs handelt es sich womöglich nicht um schweren Raub - zumindest nicht in der Form, wie das Bochumer Gericht das begründet hatte. Gleichzeitig ließ der BGH offen, dass die Tat am Ende dennoch erneut als schwerer Raub gewertet werden könnte. Damit könnte sogar wieder dieselbe Strafe verhängt werden. Zum neuen Prozessauftakt wurden nun das frühere Urteil und die Entscheidung des Bundesgerichtshofs verlesen. Im ersten Verfahren hatte der Angeklagte die Vorwürfe teilweise bestritten.