
Am 23. Juni, gegen 10 Uhr, nahm an der Kreuzung Oskar-Hoffmann-Straße/Universitätsstraße das Schicksal seinen Lauf, als ein junger Autofahrer eine rote Ampel offenbar eher als unverbindliche Empfehlung denn als verbindliche Vorschrift interpretierte.
Ein aufmerksamer Motorradpolizist wurde hierauf aufmerksam und hielt wenig später in Höhe der Alsenstraße neben dem Fahrer an. Nach einem kurzen Gespräch wurde der Fahrer gebeten, dem Dienstmotorrad zur Ferdinandstraße zu folgen. Eine einfache Aufgabe - sollte man meinen.
Doch statt der vorgegebenen Route zu folgen, entschied sich der Mann spontan für eine alternative Stadtrundfahrt und folgte dem Kradfahrer nicht. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als wolle er sich der Kontrolle entziehen. Was der Fahrer jedoch nicht ahnte: Zufällig befand sich bereits eine Streifenwagenbesatzung in der Nähe und beobachtete das Manöver mit großem Interesse. Die Beamten fuhren dann auch direkt hinter dem "Flüchtenden" her.
Filmreife Dramatik - allerdings ohne quietschende Reifen, spektakuläre Sprünge oder sonstige Gefährdungen. Der Wagen stoppte noch auf der Düppelstraße.
Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer gar keine gültige Fahrerlaubnis besaß.
Der Pkw wurde schließlich abgeschleppt und der Fahrzeugschlüssel sichergestellt, um weitere Abenteuer im Straßenverkehr zu verhindern.
Zum Abschluss erhielt der 20-jährige Bochumer eine klare Ansage: Das Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr sei ihm künftig untersagt, auch hätte er nie fahren dürfen.
Und mit einer entsprechenden Strafanzeige endete ein Bochumer Sommereinsatz.
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