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Bochum: Unternehmen hoffen auf leichte Erholung
© IHK Mittleres Ruhrgebiet
Eingang IHK Bochum
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Bochum: Unternehmen hoffen auf leichte Erholung

Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen im mittleren Ruhrgebiet bleibt angespannt, zeigt aber erste vorsichtige Lichtblicke. Das geht aus dem aktuellen Ruhrlagebericht 2026 der IHK Mittleres Ruhrgebiet hervor. Befragt wurden Unternehmen in Bochum, Herne, Witten und Hattingen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 12:51

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Geschäftslage weiter schwierig

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Weniger als jedes fünfte Unternehmen bewertet seine aktuelle Geschäftslage noch als gut. Gleichzeitig rechnet rund ein Fünftel der Betriebe im laufenden Jahr mit einer Verbesserung. Eine leichte Erholung zeigt sich vor allem in der Industrie und im Handel. Im Dienstleistungssektor dagegen hat sich die Stimmung zuletzt weiter eingetrübt. Nach Einschätzung der IHK belasten weiterhin die schwache Inlandsnachfrage sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen die Unternehmen. Auch hohe Arbeitskosten sowie steigende Preise für Energie und Rohstoffe werden von vielen Betrieben als große Risiken genannt. Der Fachkräftemangel verliert zwar an Bedeutung, die IHK sieht darin jedoch eher eine konjunkturelle Momentaufnahme.

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Beschäftigung stabiler

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Bei der Beschäftigung blicken viele Unternehmen etwas optimistischer nach vorn: Deutlich mehr Betriebe rechnen wieder mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Gleichzeitig haben sich die Exporterwartungen spürbar verschlechtert. Rund 40 Prozent der Unternehmen gehen von rückläufigen Ausfuhren aus.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen zudem Risiken wie eine schwächelnde Auslandsnachfrage und schwierigere Finanzierungsbedingungen. Bei den Investitionen erwarten mehr als die Hälfte der Unternehmen gleichbleibende Ausgaben, zugleich steigt der Anteil der Betriebe, die wieder mehr investieren wollen.

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Gewerbeflächen bleiben knapp - besonders in Bochum

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Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen. Nur etwa zwei Drittel der Unternehmen sehen sich hier ausreichend versorgt. Rund jedes dritte Unternehmen meldet Erweiterungsbedarf. Besonders Betriebe in Bochum und Witten stufen die Lage bei verfügbaren Gewerbeflächen als angespannt ein. Die Verteidigungsindustrie spielt für die meisten Unternehmen dagegen nur eine untergeordnete Rolle: Lediglich etwa jedes zehnte Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen sieht darin einen interessanten Absatzmarkt.

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IHK fordert politische Impulse

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IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Bergmann mahnt weiterhin klare wirtschaftspolitische Signale an. Notwendig seien vor allem Fortschritte bei der Sanierung der Verkehrsinfrastruktur sowie eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung. Schnellere Antrags- und Genehmigungsverfahren seien entscheidend, um Investitionen anzustoßen und den Wirtschaftsstandort mittleres Ruhrgebiet nachhaltig zu stärken.

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