
Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr für die Anklage gebraucht
Gegen 1.750 Euro ist am Mittwoch (13. Mai) das Verfahren gegen einen mutmaßlichen Raser vom Amtsgericht Bochum eingestellt worden. Der Mann war wegen eines illegalen Autorennens angeklagt. Er soll zunächst mit weit mehr als den erlaubten 70 Stundenkilometern nachts auf dem Zeppelindamm unterwegs gewesen sein. Die Polizei habe ihn verfolgt, wobei er den Beamten mehrfach davongefahren sein soll. Einmal soll er gehalten haben, nur um dann erneut Gas zu geben – auf über 130 Stundenkilometer. Die Polizei gab schließlich auf, weil es zu gefährlich war. Vor Gericht hat der Angeklagte geschwiegen. Sein großer Pluspunkt war, dass die Tat bereits vor über anderthalb Jahre geschah. Allein die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr gebraucht, die Sache anzuklagen. Glück für ihn, denn inzwischen hat er bereits drei Punkte in Flensburg, unter anderem für zu schnelles Fahren – knapp 50 km/h zu schnell.