
Verfahren um mutmaßliche Vergewaltigung in Bochum eingestellt
Das Landgericht Bochum hat ein Verfahren um eine mutmaßliche Vergewaltigung eingestellt. Der Angeklagte sollte in einem Tennisclub einen Mann zum Sex genötigt haben. Nach fünf Jahren Flucht war er Anfang des Jahres nach Deutschland zurückgekehrt und wurde direkt festgenommen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.12.2025 04:20
Angeklagter war 5 Jahre auf der Flucht
Der Grund seiner Rückkehr war, dass er seine fünf Jahre alte Tochter kennenlernen wollte, was so schnell aber nicht gehen wird. Das Verfahren ist – wie es Juristen nennen – im Hinblick auf eine andere Verurteilung eingestellt worden. Dabei geht es um eine Strafe von viereinhalb Jahren Haft wegen verschiedener Körperverletzungen, Bedrohungen und Beleidigungen. Weil eine Verurteilung und eine Aufklärung des Vorwurfs der Vergewaltigung sehr unwahrscheinlich wäre und in keinem Verhältnis zum Aufwand stünde, wird das Verfahren dann eingestellt, weil es schon eine andere Strafe gibt. Die wäre bei einer Verurteilung kaum höher ausgefallen. Jetzt muss der Mann aber erst diese Haft absitzen, bevor er seine Tochter in Freiheit sehen kann.