
Was wurde an der Schule in Bochum gestestet?
Seit März 2025 lief an der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum-Langendreer ein Verkehrsversuch. Im Bereich der Straßen Witte-Wie und Externest wurde eine Schulstraße eingerichtet. Zwischen 07:30 Uhr und 08:00 Uhr durften dort weder Autos noch Motorräder fahren. Jetzt haben die Verantwortlichen den Versuch ausgewertet. Die Stadt, die Schule, die Nachbarschaft und die Hochschule Bochum, die das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, ziehen ein positives Fazit. Der Versuch wird als erfolgreich bewertet, heißt es in einer Mitteilung vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC).
Ein Problem sieht der ADFC allerdings noch in der Kontrolle dieser Regelungen. Nach einer anfänglichen Überwachung am ersten Tag blieb die Durchsetzung des Einfahrtverbots im weiteren Verlauf weitgehend aus. Immer wieder wurde von Verstößen berichtet – sowohl durch Eltern als auch durch Lehrkräfte, so der ADFC weiter.
Wie geht es an der Schule in Bochum weiter?
Die beiden Straßen Witte-Wie und Externest sollen auch in Zukunft Schulstraßen bleiben, heißt es in einer Mitteilung vom ADFC. Außerdem fordert der Club, dass noch weitere Straßen an Schulen zu Schulstraßen gemacht werden.
„In Bochum werden nach wie vor viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht – häufig aus Sorge um ihre Sicherheit. Gleichzeitig verschärft dies jedoch die Verkehrssituation vor Schulen und erhöht die Risiken. Aktive Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad stärkt Gesundheit und Selbstständigkeit der Kinder, reduziert Elterntaxis und entlastet die Kommunen vom vermeidbaren Hol- und Bringverkehr", heißt es vom Vorsitzende Marek Nierychlo.
Aus Sicht des ADFC sollte bei künftigen Maßnahmen auch der so genannte „ruhende Verkehr“ stärker berücksichtigt werden. Gehwege müssten konsequent freigehalten werden. In der Straße Witte-Wie ist auf der Schulseite halbseitiges Parken erlaubt, in den umliegenden Straßen werde es vielfach toleriert. Für Kinder bleibe dadurch oft nur ein schmaler Raum zum Gehen und Radfahren.