
Verein rudert zurück
Anfang der Woche hatte der VfL Bochum angekündigt, im Revierderby gegen Schalke 04 in einem schwarzen Sondertrikot auflaufen zu wollen. Das Trikot stand unter dem Motto "Pulsschlag aus Stahl" und sollte die Bergbau-Geschichte des Ruhrgebiets sowie der Stadt Bochum thematisieren. Am Donnerstagabend (29.1.) teilte der Verein mit, nun doch im flutlichtblauen Heimtrikot spielen zu wollen. Damit reagiert der Verein auf Kritik am Sondertrikot.
Kritik aus der Fanszene
Mehrere Fans und Teile der aktiven Fanszene kritisierten die Wahl des Sondertrikots. In einem gemeinsamen Statement bemängelten sie, dass das Trikot nicht die blau-weißen Vereinsfarben enthalte. Das schwarze Sondertrikot bezeichneten sie als "Marketing- bzw. Merchandise-Fehltritt".
"Der VfL Bochum muss im Ruhrstadion blau-weiße Farben tragen." - Mehrere Fangruppierungen des VfL in einem Statement vor dem Spiel gegen Schalke 04.
Zudem äußerten viele Fans die Sorge, dass der Gegner aus Gelsenkirchen im Ruhrstadion in Blau auflaufen könnte.
Verein will Prozess ums Sondertrikot aufarbeiten
Der VfL kündigte an, das Sondertrikot stattdessen beim nächsten Heimspiel gegen den SC Paderborn am 15. Februar tragen zu wollen. Laut Verein sei das Trikot „in wenigen Tagen ausverkauft“ gewesen. Außerdem wolle der Klub den gesamten Prozess rund um das Sondertrikot intern aufarbeiten und „versuchen, diesen im Zusammenhang mit fanrelevanten Themen künftig noch sensibler und transparenter zu gestalten“.