VfL Bochum kritisiert Entscheidung über Polizeikosten

Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die die Polizei im Stadion auflösen muss, sollten nicht finanziell vom Verein getragen werden. Schutz und Sicherheit sei in solchen Fällen Aufgabe des Staates, also der Polizei, sagt der VfL Bochum.

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VfL Bochum sieht Verantwortlichkeit am Ende nicht beim Verein

Das Bundesverfassungsgericht hat am Beispiel von Werder Bremen entschieden, dass die Mehrkosten für sogenannte Hochrisiko-Spiele an die Deutsche Fußballliga weitergegeben werden dürfen. Der VfL Bochum kritisiert diese Entscheidung und sieht die Verantwortlichkeit weiterhin beim Staat.

"Es ist unstrittig, dass die Klubs als Veranstalter für die Gewährleistung der Sicherheit in und im Umlauf der Stadien zuständig sind – sobald allerdings die Polizei einschreiten muss, ist es bereits zu Straftaten und/oder Ordnungswidrigkeiten gekommen. In diesem Zusammenhang die Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen und zu gewährleisten ist nach der Rechtsauffassung des VfL – wie bisher auch – eine der Kernaufgaben des Staates, also der Polizei, die aus Steuermitteln zu finanzieren ist." - VfL Bochum

Ansonsten müssten die Kosten für sämtliche, auch außersportliche Großveranstaltungen künftig ebenfalls von den Veranstaltern getragen werden, so der VfL Bochum.

Vereine würden bereits viel in die Sicherheit investieren

Bereits jetzt investiere der VfL Bochum sehr viel Geld, Personal und Zeit in Präventionsarbeit. Das Ziel sei dabei immer, so wenig Kosten und Polizeieinsatzstunden bei höchstmöglicher Sicherheit zu erzeugen. Die Stadien in der Bundesliga würden nicht umsonst zu den sichersten in ganz Europa zählen, heißt es vom VfL Bochum weiter.

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