
VfL Bochum reagiert auf Kritik zum Stadionumbau
Der VfL Bochum will nach der Kritik am geplanten Umbau des Ruhrstadions weiter mit seinen Fans sprechen. Nach der Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche habe der Verein zahlreiche Anfragen, Hinweise, Wünsche und auch kritische Rückmeldungen aus der Fanbasis bekommen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 16:38
Frühe Beteiligung laut VfL rechtlich nur begrenzt möglich
Der VfL erklärt, dass eine umfassende Beteiligung der Fans während des bisherigen Verfahrens nicht zu jedem Zeitpunkt möglich gewesen sei. Hintergrund ist das Vergabeverfahren der Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft, kurz BoSB. Sie ist ein Tochterunternehmen der Stadt Bochum und muss Bauleistungen öffentlich ausschreiben. Bei der Sanierung des Vonovia Ruhrstadions wurde ein Verfahren gewählt, bei dem ein sogenannter Totalunternehmer beauftragt werden soll. Dabei liegen Planung und Bauausführung in einer Hand. Das soll nach Angaben des Vereins mehr Kosten- und Terminsicherheit bringen. Während des laufenden Vergabeverfahrens hätten aber die Regeln zu Wettbewerb, Gleichbehandlung und Transparenz eingehalten werden müssen. Deshalb hätten einzelne Interessengruppen nicht in konkrete Planungen eingebunden werden dürfen. Eine solche Beteiligung hätte laut VfL als unzulässige Bevorzugung gewertet werden und das Verfahren gefährden können.
VfL Bochum will Sorgen der Fans ernst nehmen
Der VfL betont, dass er die Sorgen und Bedürfnisse der Fans ernst nimmt. Gleichzeitig macht der Verein deutlich, dass es bei den vielen unterschiedlichen Interessen Kompromisse geben müsse. Lösungen könnten vielen gerecht werden, aber nicht alle Erwartungen vollständig erfüllen. Ziel des gesamten Verfahrens sei weiter, den Profifußball-Standort Bochum langfristig im Ruhrstadion an der Castroper Straße zu sichern. Grundlage der weiteren Planungen ist der Ende März 2026 final beschlossene Planungsansatz der Baugesellschaft Walter Hellmich.
Gespräche mit Fangruppen im Juni geplant
Der VfL ist nach eigenen Angaben bereits im engen Austausch mit dem neuen Fangremium. Im Juni sollen Gespräche mit Gruppen folgen, die vom Stadionumbau besonders stark betroffen sind. Das Thema Ticketvergabe während der Bauzeit soll später in größerer Runde besprochen werden. Während des Umbaus wird die Stadionkapazität zeitweise sinken.