Viele Medikamente nicht lieferbar

Situation wird immer schlimmer

Apothekerin Dr. Inka Krude, Sprecherin der Bochumer Apotheker
© Dietmar Wäsche FUNKE Foto Services

Bei uns in Bochum sind viele Medikamente nicht lieferbar. Das hat uns Inka Krude gesagt, Sprecherin der Bochumer Apotheker. Die Situation sei nicht neu, aber es würde seit eineinhalb Jahren immer schlimmer. Über 90 Prozent der Bochumer Apotheken hätten Probleme, an Ware zu kommen, sagte Krude. Die Liste der Medikamente, die derzeit nicht lieferbar sind, sei lang, sagte sie. Sie und ihre Kollegen müssten täglich Kunden abweisen, etwa weil Medikamente zur Krebs- oder HIV- Behandlung oder auch Antidepressiva fehlen würden. Das Problem seien die Wirkstoffe, die ausschließlich in China oder Indien produziert werden, so Krude weiter. Und das sei politisch so gewollt. Ein Grund für die Engpässe seien unzuverlässige Medikamentenlieferungen aus dem Ausland. Ein anderer, dass Krankenkassen und Arzneihersteller oft verhindern würden, dass Apotheker ein anderes Medikament mit demselben Wirkstoff rausgeben dürfen.

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