
Millionendefizit im Haushalt der Stadt Bochum
Bei der Vorstellung des Haushalts für 2027 wird deutlich, dass die Stadt Bochum Geld einsparen muss. Es wird mit einem Defizit von mehr als 200 Millionen Euro gerechnet. Um dieses zu beheben, sollen jetzt mehrere Maßnahmen getroffen werden.
Bettensteuer auch in Bochum?
Eine der möglichen Maßnahmen könnte eine Bettensteuer von fünf Prozent sein. Diese müsste der Gast zusätzlich zum Bruttopreis des Zimmers zahlen. Die gezahlten fünf Prozent würden dann direkt weiter in den Bochumer Haushalt reingezahlt.
Bochumer Hotellerie befürchtet Rückgang von Gästen
Was den Haushalt entlasten könnte, ist möglicherweise ein Problem für die lokale Hotellerie. Diverse Vertreter der Hotelbranche in Bochum befürchten, dass mögliche Gäste bei steigenden Preisen Hotels in anderen Städten bevorzugen könnten und Bochum seinen Standortvorteil verlieren würde. Denn nicht jede Stadt im Ruhrgebiet hat eine Bettensteuer. Vielen Hotelbetreibern in Bochum fällt aber auch ein generelles Problem mit ihrer Kundschaft auf: Aufgrund von steigenden Preisen im alltäglichen Leben werden sie preisempfindlicher. Eine zusätzliche Bettensteuer könnte Kundinnen und Kunden abschrecken und sie dazu verleiten, auch dort mehr zu sparen. Ein Rückgang von Gästen könnte die Folge sein. Im schlimmsten Fall schadet das sogar der Bochumer Wirtschaft, warnt Christoph Kundtmann, Hotel Manager des Moxy Bochum.