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Veranstaltungskalender

Fotocredit: theaterhausmarke.wordpress.com

Frau Schmitz


Kurzbeschreibung:
„Das ist Ihr persönliches Scheitern, und das will ich Ihnen auch gar nicht nehmen.“

Die freie Theatergruppe Hausmarke feiert am 12. Juni 2019 um 19.30 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Witten die Premiere von „Frau Schmitz“ von Lukas Bärfuss in der Regie von Sandra Anklam.

Detailbeschreibung:
INHALT
Als die Existenz des Konzerns auf dem Spiel steht, weil die Zulieferer in Indien wegbrechen, wäre Frau Schmitz - fachlich betrachtet - die ideale Person, um die Firma zu retten. Fachlich betrachtet. Aber eine Frau als Verhandlungsführerin in Pakistan... ?
Die Chefin ist sich nicht sicher: Wer ist Frau Schmitz eigentlich? Und ist Frau Schmitz wirklich eine Frau? Und wenn Geschlecht doch eine soziale Konstruktion ist, kann Frau Schmitz dann nicht einfach als Herr Schmitz gehen? Schließlich steht der Konzern an erster Stelle und jede*r muss Opfer bringen...

„Frau Schmitz“ von Lukas Bärfuss stellt die Frage, inwieweit Anpassung zwingend nötig ist, ohne die eigene Identität als Mensch aufzugeben. Unterwerfung versus Autonomie. Wie kann ein Mensch Mensch bleiben als Projektionsfläche für Erwartungen einer von Flexibilisierungsinteressen und Ressentiments geleiteten Umgebung?

Ein Theaterabend über Unternehmenskultur gespielt in Unternehmen.

ENSEMBLE
Hausmarke ist ein 2008 gegründetes freies Theaterensemble aus dem Ruhrgebiet und besteht derzeit aus 10 Spieler*innen. Die Gruppe unter der Regie von Sandra Anklam machte sich mit Inszenierungen an außergewöhnlichen Spielorten einen Namen – so bespielte das Ensemble mit Friedrich Schillers „Der Parasit“ die Treppenhäuser von Rathäusern und Ministerien. Davor waren es diverse Supermärkte im Ruhrgebiet, die für die Aufführung von Ingrid Lausunds „Hysterikon“ genutzt wurden. In der letzten Produktion „Deadline – Spiel mir ein Stück vom Tod“ waren ein Beerdigungsinstitut, eine Trauerhalle und ein Kolumbarium Spielstätten, um das Thema Leben und Tod zu verhandeln.
In ihren ortsspezifischen Bespielungen ist immer ein öffentlicher Raum Ausgangspunkt der Theaterarbeit - die Theatermacher*innen verlagern ihre Inszenierungen an nicht theatrale Plätze und spielen so auf eine besondere Art mit der Wirkung dieser Orte und der Erwartungshaltung der Zuschauenden.
Hausmarke gelingt es durch seine ungewöhnliche Aufführungspraxis immer wieder soziale und kulturelle Festschreibungen zu dekonstruieren und lädt so zu Perspektivwechsel und Dialog ein.

REGIE
Sandra Anklam (*1972 ) arbeitete von 2002 bis 2018 als Theaterpädagogin und Regisseurin am Jungen Schauspielhaus Bochum und entwickelte dort Inszenierungen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit 2005 inszeniert sie für das Schauspielhaus Bochum, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, sowie für die Duisburger Akzente Formate jenseits von klassischen Theaterräumen, so z.B. in der JVA Bochum oder in psychiatrischen Kliniken. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs Kinder zum Olymp! 2010 der Kulturstiftung der Länder für „Just do it“ mit Bochumer Hauptschülern, das in Zusammenarbeit mit Martina van Boxen am Schauspielhaus Bochum entstand. 2012 wurde sie für zwei ihrer Produktionen am Schauspielhaus Bochum und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen mit dem Anti-Stigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde ausgezeichnet. Sandra Anklam ist Fachbereichsleiterin und Dozentin für Theater und systemische Theaterpädagogik an der Akademie für kulturelle Bildung, Remscheid

REGIE
Regie: Sandra Anklam
Regieassistenz: Celina Polaszyk

ES SPIELEN
Gabriele Avanzinelli, Verena Hinz, Thomas Hünerfeld, Christian Oberberg, Ramona Pöpping, Alexandra Polaszyk, Waltraud Scharfen, Pascal Schrempp, Alexandra Stauch, Birgit Wessel

Kartenreservierungen: https://theaterhausmarke.wordpress.com/kontakt/

Datum:
Beginn: Donnerstag, 13. Juni 2019 um 19:30
Ende: Donnerstag, 13. Juni 2019 um 20:30

Eintritt:
12 EUR/10 EUR (ermäßigt)

Veranstaltungsort:
Stadtwerke Witten

Adresse:
Westfalenstraße 18-20, 58455, Witten



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