Auch in Bochum zu wenig Pflegefamilien

Wenn Kinder akut aus ihrem Umfeld raugeholt werden müssen, ist eine Pflegefamilie oft eine gute Möglichkeit für das Kind. Davon gibt es auch bei uns in Bochum zu wenig.

Bochum: Pflegefamilien brauchen keine pädagogische Ausbildung

Wer ein Pflegekind bei sich aufnehmen will, muss dafür nicht Erzieher:in oder pädagogische Fachkraft sein. Erfahrungen mit Jugendgruppen in Kirche oder Sport zum Beispiel sind zwar von Vorteil, aber auch nicht zwingend nötig. Soziale Träger wie zum Beispiel "Tibb" bieten oft auch vorbereitende Kurse, in denen es darum geht, wie man mit traumatisierten oder auch beeinträchtigten Kindern umgeht. Auch darüber hinaus hat jede Pflegefamilie eine:n Familienberater:in, der oder die über die Jahre Hilfe leistet.

Rechtliche Unterschiede zur Adoption

Im Unterschied zur Adoption ist ein Pflegekind noch Teil des öffentlichen Systems und das Jugendamt ist in die Versorgung des Kindes involviert. Eine Voraussetzung, um ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, ist auch ein festes Einkommen. Dabei ist es allerdings egal, ob es ein heterosexuelles oder gleichgeschlechtliches Elternpaar ist oder alleinstehende Personen. Wichtig ist, dass das Kind im neuen Zuhause ein eigenes Zimmer hat. Sollte der neue Haushalt zum Beispiel einen Hund haben, muss bescheinigt sein, dass der für Kinder unbedenklich ist. Zu den Formalia gehört anfangs auch ein polizeiliches Führungszeugnis und die Bescheinigung, dass man gesundheitlich fit genug ist für ein Kind.

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