Bochum: Schuljahr wird nicht wiederholt

Es sollte keine Pflicht geben, dass Bochumer Schüler das Schuljahr 20/21 wiederholen müssen, sagen die Bochumer Schulen. Damit widersprechen sie dem Familienverband NRW.

Schüler sitzen im Klassenraum und tragen einen Mundschutz.
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Alle Schüler sollen das Jahr wiederholen - das hat der Familienverband NRW gefordert. Die Bochumer Schulen sehen das kritisch. Der Familienverband glaubt, dass es nach diesem Schuljahr zu große Lerndefizite gibt.

Das ist einfach nicht realistisch, sagt Holger Jeppel, der Schulleiter der Matthias-Claudius-Gesamtschule. Es gäbe dann ein Jahr lang keine Studenten oder Lehrlinge, dafür aber 2022 einen Doppeljahrgang. Er sehe auch keinen Grund dafür, alle Bochumer Schülerinnen und Schüler wiederholen zu lassen.

Schüler mit Lerndefizit könnten zusätzlich betreut werden

Alle Schüler nicht zu versetzen, wäre eine Katastrophe für alle, die sich angestrengt haben, findet auch Oliver Bauer, der Sprecher der Bochumer Gymnasien. Natürlich sei es für die Lehrer schwer alles aufzuholen. Trotzdem nehmen die meisten Schüler ganz normal am Unterricht teil. Beide finden, man müsse die Schüler mit Lerndefizit individuell betreuen - wie in normalen Schuljahren auch. Sie finden den Vorschlag des deutschen Lehrerverbandes besser. Der möchte, dass Schüler das Jahr freiwillig wiederholen können - ohne einen Nachteil dadurch zu haben.

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